Welcher Trend wird Deutschrap 2010 dominieren? [Umfrage]

Wir haben vor einigen Wochen eine erste Umfrage auf Rapresent.me gestartet und diese wurde sehr gut angenommen. Dabei ging es um die Trends 2010 im Bereich Deutschrap. Mit einer kurzen Auswertung wollen wir die Umfrage nun beenden.

Soviel sei im Voraus gesagt: Die Umfrage ist natürlich nur bedingt repräsentativ, da sich die Auswertung auf 90 Teilnehmer stützt und die Antwortmöglichkeiten auch begrenzt waren. Mit einem Klick auf die Grafik, könnt ihr euch die Ergebnisse übrigens genauer anschauen.

Folgende Auswahlmöglichkeiten gab es:

  • Electro- / Technorap ist weiter auf dem Vormarsch
  • Gangster- / Straßenrap stirbt aus
  • Bushido ist der letzte Rapper mit guten Verkaufszahlen
  • Es wird wieder mehr auf Inhalt Wert gelegt
  • Es bleibt alles beim alten
  • Nichts von alledem

Das Ergebnis hat mich doch etwas überrascht. Dadurch, dass die Antwortmöglichkeiten doch sehr begrenzt waren, hätte ich gedacht, dass die meisten die Antwort „Nichts von alledem“ angeklicken würden. Das war nicht der Fall.

Überaschenderweise sind über 50% der Meinung, dass Elektro-/Technorap weiterhin sehr erfolgreich sein wird und gleichzeitig mehr auf Inhalt Wert gelegt wird, was widerum bedeutet, dass es abwärts mit Straßen-/Gangsterrap gehen wird. Das heißt die Nachfrage nach niveauvollem bzw. „wertvollen“ Raps scheint zu steigen.

Immerhin noch 18% glauben, dass Bushido, langfristig gesehen, einer der letzten Rapper sein wird, der noch viele Platten verkauft. Ob diese Stimmen ausschließlich von großen Bushido Fans stammen ist sehr naheliegend, kann aber auch nicht widerlegt werden.

Alles in Allem eine interessante Umfrage, die ich gerne auch hier in den Kommentaren weiterführen würde. Was glaubt ihr wird der Trend 2010 im Deutschrap?

Grafik: Rapresent.me

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. hoffen wir mal das es so wird we oben beschrieben. Alles andere wäre schade für diese schöne Musik.

  2. Für mehr hochwertigen Inhalt in den Texten bin ich auf jeden Fall auch. Ob ich Technorap verstärkt hören möchte, das bezweifle ich eher. :)

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  4. Dubstep. Es wird doch verdammt nochmal Zeit das dir Briten ihren Einfluss geltend machen =P

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  8. Nja im British Grime findet sich ja quasi eine Grundlage aus der Dubstep als solcher evolviert, da gibts einige Stücke deren Grenzen fließend sind (Ninjasonik – „My Kids can’t eat no fame“ zum Beispiel).

    Dubstep hat als solches immer wieder Rap, die besseren Beispiele die mir dafür jetzt einfallen sind aber Remixes. Das jetzt eben auch mal Rap ganz auf Grundlage von Dubstep gevoiced wird… und ich glaube das Dubstep (mit dem wiederbelebten Funky House sowie Baltimore House) durchaus eine ernstzunehmende Größe wird. Nicht ganz so verquert wie manche der jetzigen Stücke, sondern durchaus tanzbar und vorhersehbar (was für massentaugliche Stücke nunmal notwendig ist: Refrain etc müssen sich abzeichnen, sonst tanzt man in die Leere), aber eben doch existent. Beispiele dafür Dizzee Rascals „Bonkers (Doorly’s Dubstep Remix)“ und einen der ersten richtig bekannten Dubstep Hits sollte man natürlich auch nicht vergessen „Skeng (Kode9 Remix)“ von The Bug zusammen mit Killa.P und Flow Dan.

    Das macht Rap ja nicht gleich zu Technorap, sondern elektrifiziert ihn etwas und spuckt eben das raus was doch schon immer zum Besten gehörte: Bass. :) Tschaka.

    Auf der anderen Seite Technorap… meiner Meinung nach eine vorrübergehende Erscheinung, das in der elektronischen Tanzmusik immer wieder mal Rap-Elemente vorkommen ist nunmal so, das wir jetzt mit Atzenmusik und harten Bass-Kicks eine Trendwelle haben geht über das normale hinaus, aber letzten Endes wird das den meisten schnell zu langweilig werden. Auf der anderen Seite könnte es vom Standpunkt der Lyrics wieder interessant werden, wenn sich Hörer nicht von zahllosen Samples abgelenkt fühlen sondern eben klar den Rhythmus spüren. Von der Mainstreamseite des Ganzen halte ich aber nichts und halte das nicht für zukunftsfähig, nicht im großen Rahmen.

  9. Interessante Gedankengänge die du da mit einbringst. Kenne mich im Dubsteb überhaupt nicht aus und habe mir deswegen mal ein paar Videos angehört. Einerseits gebe ich dir Recht, dass diese Art von Musik massentauglich werden kann (vor allem Sound, der in Richtung Bonkers Remix geht), glaube aber auch, dass „Skeng“ doch ein tick zu „hart“ wäre um mainstreamtauglich zu werden. Aber mit einer gewissen Abwandlung sicherlich auch interessant.

    Der Fakt, dass Elektro-Rap momentan funktioniert ist sicherlich der „Mit-Sing-Faktor“, der elemantar für eine Party ist. Ich würde es fast schon Schlager für junge Leute nennen. Ob dieser Sound lange bestehen wird ist sicher schwer zu sagen aber genauso wie straighter Rap wird auch das weiterhin seine Daseins-Berechtigung haben und Abnehmer finden. Aber auf jeden Fall toll, dass es immer wieder neue Möglichkeiten von Musik gibt.

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