Troublemaker Music im Interview: “Wir pushen und inspirieren uns gegenseitig.”

Ich habe bereits mehrfach über Troublemaker Music aus Augsburg berichtet und da liegt es nahe sich mal mit ihnen in einem Interview zu unterhalten. Wir sprechen ausführlich über ihre Ziele, Releases und ihre Leidenschaft zu Rap. Solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Hallo Jungs! Schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt mir ein paar Fragen zu beantworten. Alles gut bei euch?

(Lachen) Klar, bei uns is jeder Tag ein Tag zum Helden zeugen!

Troublemaker Music sagt sicherlich nicht jedem etwas. Kann man sagen, dass ihr 6 Hip Hop verrückte Jungs seid, die die Musik zusammen gebracht hat? Und erzählt doch auch gleich mal ein bisschen über euch.

Kann man so sagen, ja. Troublemaker Music ist durch die gemeinsame Leidenschaft zur Musik entstanden. Wir waren voneinander unabhängig arbeitende Crews, die sich zusammen geschlossen haben um gemeinsam mal ordentlich auf die Kacke zu hauen!

Rapsoldat war anfangs mehr oder weniger von 2001-2006 Alleingänger im Raum Augsburg, ähnlich wie Zinkisch Khan. Mista Fista macht seit 2006 zusammen mit Rapsoldat in Augsburg Mukke, die haben sich bei Fastfood Rap kennengelernt. Torni und Lenny (Draufer als Drauf) hingegen sind von Damn Jackson (unserem Hobby-Manager) und Fista für Zinkisch Khan sein Mixtape Release (Mätzelmixtape / 2007) als Support ins Boot geholt worden.

Kex Kuhl war mit seiner damaligen Crew Vorgruppe von Materia. Er ist danach angesprochen worden ob er nicht Bock hätte mal Fista oder Rapsoldat zu featuren, und so is er eigentlich mehr oder weniger dazu gekommen. Benni Garrido, dessen Leidenschaft schon immer Beats und Raps waren, ist zeitgleich mit Torni und Kex in das Projekt Troublemaker Music eingestiegen. Die Beats sind hauptsächlich von DJ Splitfire (Sicktunes), aber auch von BCase (hat u.a. für Kollega und Fard produziert) und Pleasure.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Augsburg eine schöne aber auch verschlafene Stadt ist. Auch was Rap aus Augsburg betrifft sieht es ja eher schwach auf der Brust aus. Helft ihr der Stadt durch eure Gigs ein bisschen aus dem Arsch zu kommen?

Ja in Sachen Rap hätte Augsburg in der Vergangenheit mal n bisschen in die Muckibude gehen können! (lachen) Durch unsere Gigs wollen wir natürlich das Rap-Ding hier ein bisschen ankurbeln, is ganz klar! Aber in erster Linie macht es uns Spaß zu rappen und auf der Bühne die Sau raus zu lassen. Allerdings bemerkt man inzwischen das sich (vielleicht auch dank uns) immer mehr Leute in Augsburg und Umgebung als Rapper outen und anfangen ihre Musik und Videos hochzuladen. Das finden wir schön!

Fast alle von euch haben bereits Solo-Releases am Start. In eurer Biographie steht, dass ihr euch auch zusammen getan habt, da bisher der nationale Erfolg ausgeblieben ist und ihr euch so besser aufgestellt seht. Woran liegt es eurer Meinung nach, dass euch bisher größere Aufmerksamkeit verwehrt worden ist?

Das liegt unserer Meinung nach daran, dass wir uns in unseren damaligen Formationen niemals so gut ergänzen konnten wie wir es in der jetzigen Troublemaker Music Konstellation tun. Wir pushen und inspirieren uns gegenseitig und lernen natürlich auch voneinander! Dazu kommt noch, das wir durch TMM inzwischen alle sehr gute Freunde geworden sind, was natürlich sehr gut für die Produktivität ist.

In vergangenen Interviews konnten mir immer wieder Rapper bestätigen, dass bei Konzerten in Bayern die Fans eher verhaltener waren im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Könnt ihr das bestätigen und wenn ja woran könnte das liegen?

Das können wir so bei den meisten unserer Gigs eigentlich nicht bestätigen; Troublemaker Fans füllen die Bude bei Auftritten nicht nur, sondern reissen sie fast ab! Danach ist der ganze Club voller TMM-Sticker und und Tags und der Besitzer beschwert sich mal wieder… (lachen wieder). Das muss dann wohl an den jeweiligen Bands und/oder an zu wenig bzw. schlechter Werbung liegen!

Ihr wart vor kurzem in Budapest und habt dort direkt ein Video zu „Assassin“ gedreht. Das besondere daran ist, dass es aufgebaut ist wie ein Actionfilm. Wie kam die Idee den Track in dieser Form visuell darzustellen?

Die Idee hatte unser Videoproducer und Freund Gambler als er den Track das erste mal hörte. Er hatte so ein paar Bilder vor Augen und hat sich dann mit Fista und Torni zusammen gesetzt und ihnen von seinen Ideen erzählt. Beide waren begeistert und dann kam der Entschluss das Video in Budapest zu drehen um ihm noch einen ganz speziellen Flavour zu geben. Das Endprodukt hat uns alle vom Hocker gehauen! Nochmal Big Up an Gambler!

Welche Ziele habt ihr euch gesetzt und wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Immer noch im Studio natürlich! Wo und was für ein Studio spielt dabei keine große Rolle – ob wir nun voll durchstarten oder weiterhin mit unseren treuen Fans auf SaunaClub Partys feiern ist uns eigentlich egal. Natürlich wäre es schön so weit zu kommen das wir von unserer Musik leben können, aber im Endeffekt haben wir ein Ziel schon, da wir mit guten Freunden gute Musik machen die die Menschen auch erreicht und ihnen den ein oder anderen Tag versüßt!

Im letzten Jahr ist euer Album „Propaganda“ erschienen. Wie war da die Resonanz und was ist in Zukunft geplant? Haben nun erstmal die Soloalben von u.a. Torni Priorität?

Das Album kam sehr gut an und die dazu gehörige Release Party war fast schon legendär (Bilder dazu auf Facebook)! Wir arbeiten bereits am Propaganda 2 Album, welches dieses mal keine Solotracks sondern ausschließlich Crew-interne Features beinhalten wird. Es kommt – mehr wird noch nicht verraten! Das mit den Soloalben liegt mehr oder weniger in den Händen der jeweiligen Künstler. Aufgenommen werden kann in den Troublemaker Studios jederzeit, und Torni beispielsweise arbeitet konstant an seinem Soloalbum „Wunderkind“, welches schon so gut wie fertig ist, aber erst erscheint wenn das Propaganda 2 Album raus is!

Ein kurzes Brainstorming zum Schluss (beendet die Sätze)

Augsburg in der Bundesliga ist … uns scheißegal!
Von EHEC … erwarten wir, dass der Virus alle Hater dahinrafft
Ich muss unbedingt … aufs Hip Hop Kemp in die Tschechei!
Deutscher Rap … begann mit Hoes Flows Monetoes und endet mit dem letzten Troublemaker Album
Würde ich nicht rappen dann … könntest du uns diese Frage nicht stellen!

Vielen Dank auf jeden Fall für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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