Timecy – Um uns und in uns (Review)

„Um uns und in uns“ heißt das bald erscheinende Album von Timecy, dessen Album ich während einer Zugfahrt bereits vorab anhören und rezensieren durfte.

Im persönlichen Gespräch mit Timecy, meinte er man müsse sich für sein neues Album „Um uns und in uns“ Zeit nehmen, idealerweise im Zug in dem man auch in Ruhe auf die Texte achten kann. Gesagt, getan! Ich sitze gerade im Zug und darf mir schon einige Zeit vor Release (02.04.2010) das Album reinziehen. Es sei allen gesagt, die Timecy bereits kennen, dass er sich musikalisch absolut treu geblieben ist. So finden sich viele gefühlsvolle, sozialkritische aber auch persönliche Tracks mit einer sehr angenehm chilligen Sounduntermalung auf der Scheibe wieder.

Das der Titel des Albums unterschiedlich interpretiert werden kann, unterstreicht das Intro direkt. Eingesprochene Zitate von Timecy selbst, aber auch z.B. Savas lassen viel Spielraum für eine eigene Interpretation von „Um uns und in uns“.

„In uns ist der Wille, um uns sind die Grenzen“ (Savas)

„Wir können nicht ändern was um uns ist, wenn wir nicht ändern was in uns ist“ (Timecy)

Thematisch gesehen muss ich anfangs direkt etwas Kritik loswerden. So rappt Timecy in „Komm ein Stück“ über unsere verwahrloste Gesellschaft, die in einer Plastikwelt lebt. Hat man irgendwie alles schon mal gehört. Löblicherweise spricht er aber in „Wegweiser“ seine eigene Situation an (allein erziehende Mutter, die wenig Zeit für ihn hatte) und sieht darin eher eine Chance es selber einmal besser zu machen, anstatt die Fehler bei Anderen zu suchen. Auch generell ist das Album sehr selbst reflektierend und es würde sicherlich einigen Hörern nicht schaden, sich das als Vorbild zu nehmen.

Aber im allgemeinen sind die Tracks sehr positiv und oft habe ich mich selber in den Themen wieder gefunden. So überlegt sich Timecy in „Alles“ was denn alles toll ist und hier macht man sich im Zug wirklich selber Gedanken wenn die Welt an einem vorbeirauscht. Auch gibt es Situationen in denen man „sich selbst finden“ muss. Was will man eigentlich? Was macht einem Spaß? Und so könnte ich nun weiter machen, denn fast jeder Song ist eine eigene kleine Geschichte. Hier macht es auf jeden Fall Sinn sich Zeit zu nehmen und bei einer Tasse Kaffee auf dem Balkon etwas die Zeit in der Sonne zu genießen.

Timecy präsentiert mit „Um uns und in uns“ sein bisher ausgereiftestes Album und kann einen „Straßenrap-Fan“ sicherlich nicht überzeugen, was aber auch nicht die Intention des Albums ist. Genauso wie Timecy behaupte ich, dass Rap mit Niveau bald wieder mehr gefragt werden wird. Eine Daseinsberechtigung hat sowieso jeder Bereich.

Fazit:
Leicht, locker, angenehm und passend zum Frühlingsbeginn kommt Timecy mit seinem neuen Album daher. Lyrik und Beats sind extrem stimmig. So wurde das Album in Zusammenarbeit mit Stammproduzent Vitch auf den Weg gebracht. Jeder Beat wurde zusammen besprochen und ausgewählt. Beat picken, drauf rappen und ferdich …. ist nicht!
„Weg von dem Stress und nur kurz mal abspannen“. Egal ob in den Urlaub oder einfach nur gedanklich. Mit „Um uns und in uns“ klappt das abspannen wunderbar. Ein Album, dass auch die Freundin nicht gleich ausstellt wenn man es in den CD Player legt. Toller Sound aus Paderborn von dem gerne mehr kommen kann.

Facts:
– 13 Tracks (+ 2 Bonus Tracks)
– produziert von Vitch (hauptsächlich) + Brisk Fingaz, Portwa, Cutheta, Sterio, Topbeats

Dieses Review wurde aus meiner persönlichen Sichtweise geschrieben und hat keinen Anspruch auf Professionalität. Ich bin kein ausgebildeter Journalist, sondern möchte mit diesem Review meiner Meinung Ausdruck verleihen. Ein Album ist viel Arbeit und wir möchten kein Werk “kaputt” reden. Dies ist lediglich eine subjektive Meinung von mir und deswegen bitte ich euch: “Macht euch letztendlich immer eine eigene Meinung”!

Photos: via Pressebilder

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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