In der Pressemittelung heißt es zu Real Ronin: “Ehrlich, direkt, hart, rau und äusserst bissig …. und dennoch immer mit Herz. “ Das kann man sicherlich unterstreichen außer dem Punkt der Bissigkeit. Darunter assoziiere ich einen gewissen Drang nach vorne oder auch Angriffslust. Dies kommt oft nicht rüber, so auch in “Alter Ego”, in dem es um die vergangene Persönlichkeit geht, die nicht entweichen will. Ansich ein interessantes Thema welches auch lyrisch gut umgesetzt wurde. Jedoch fehlt hier die angesprochene Bissigkeit.

“Du kannst mich spüren aber nicht sehen und trotzdem mir nicht widerstehen. Mit mir bist du ein anderer Mensch, zeig dir Dinge die du noch nicht kennst.”

Herzblut steckt in diesen Songs mit Sicherheit aber um dies an den Hörer zu transportieren muss man alles geben und bei mir sind lediglich ein paar Tropfen angekommen. Leider wurde meiner Meinung nach zu wenig an den Beats geschraubt, die Emotionen genauso transportieren wie es ein Rap auch kann. Diesen Punkt sollte man also definitiv nicht unterschätzen.

“Streetcore” bezeichnet Real Ronin seinen Sound und hebt sich somit von den bekannten Straßenrappern ab. Jedoch ändert das nichts an der Tatsache, dass man Brecherbeats gepaart mit harten Lyrics erwartet. Sicherlich mag gerade die Straße auch emotionale Geschichten liefern aber die musikalische Untermalung begeistert einfach nicht. Ein Lichtblick ist z.B. “Flatline”, der den geforderten Biss liefert. Rapresenter-Shit vom Feinsten.

“Dieser Beat drückt deinen Kopf weg wenn ich komm, wenn ich bomb, wenn ich das Mic check. Streetcore Classic, Hardcore Rap ich lass jetzt alles raus was in mir steckt. Baby hoch damit und ab dafür. Hemmungen fallen, keine Manieren. Bonecrusher Beats die eure Ohren penitrieren …. das ist Abrissmucke bis der Schweiß von euch runter trieft.”

Das sich der 33-jährige Rapper Mühe gemacht hat, seine Gefühle und Kraft in diese Platte gesteckt hat, das ist nicht zu überhören aber an der Umsetzung hapert es dann letztendlich. “Streetcore Classic” ist ein Album, dass über das böse Wort “nett” nicht hinauskommt aber Weiterentwicklungen sind natürlich nicht ausgeschlossen und so sollte man sich Real Ronin weiterhin im Hinterkopf behalten.

Das Album steht seit dem 16.02.2009 in den Läden und kann natürlich in Form eines Snippets Probe gehört werden. Hierfür dient die MySpace-Seite des Rappers. Dort findet ihr auch alle Informationen zum “Doppel-R”, optional auch auf www.realronin.de Zum Schluss gibts noch sein aktuelles Video zu “Kein tut mir leid”, welches auch bei MixeryRawDeluxe seinen Einstand feiern durfte.

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Bilder: Classic Media & via MySpace