News aus der Musikbranche: Wir fassen zusammen #4

In unregelmäßigen Abständen berichten wir über neue Entwicklungen in der Musikbranche. Es ist eine spannende Thematik mit viel Entwicklungspotential und auch heute haben wir einige interessante Artikel für euch zusammengefasst. Behaltet eure Meinungen nicht für euch, sondern diskuttiert sie mit uns.

MySpace – Audio Werbung

Myspace war mal DIE Seite für alle Musikbegeisterten. Mittlerweile ist das Angebot so groß, dass MySpace immer mehr ins Hintertreffen gerät und mit sinkenden Besucherzahlen und Einnahmen zu kämpfen hat. Ende des letzten Jahres wiesen wir bereits auf „MySpace Music“ hin. Musiker haben dort die Möglichkeit ihre Musik hochzuladen und die Fans durften dann selber entscheiden wieviel ihnen das Album wert ist. Dieser Service soll nun durch Werbung weitere Einnahmen generieren. Bevor die Fans Musik anhören können, soll ein Werbespot laufen, den man nicht wegklicken kann. Ich bezweifle stark, dass man mit dieser Methode Freude bei den verbliebenen Usern auslöst aber es muss scheinbar Geld her.

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Warner Music kehrt kostenlosem Streaming den Rücken:

Edgar Bronfman Jr (CEO von Warner Music) hat vor einigen Tagen verlauten lassen, dass der Konzern keine Lizenzen für kostenlose Streaming Angebote mehr vergeben wolle. Es würde sich wirtschaftlich einfach nicht lohnen. In Zukunft sollen nur noch kostenpflichtige Angebote realisiert werden. Sicherlich ein herber Rückschlag für z.B. Last.FM. Persönlich sehe ich es auch sehr kritisch, dass man dem Streaming keine Chance mehr einräumt. Sicherlich verdient ein Label kein Geld wenn Leute über Youtube oder Last.FM Musik hören aber konträr könnte man auch sagen, dass die Leute eine CD niemals gekauft hätten, wenn sie die Musik nicht zufällig über Last.FM gehört hätten. Jörg Augsburg von Freitag.de regt sich auf jeden Fall sehr auf und geht auf die Thematik nochmal etwas genauer ein.

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Immer weniger kaufen Musik

Immer weniger Menschen kaufen sich Musik. Damit erzähle ich euch sicherlich nichts Neues, da ähnliche News in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Nun gibt es Neuigkeiten von der NPD Group, die herausgefunden haben will, dass der Musikkonsum jährlich sehr stark abnimmt. Die Redaktion von Basicthinking fasst das ganz gut zusammen. Wie man dem Artikel entnehmen kann, ist das oberste Ziel mehr Kaufanreize zu schaffen. Und genau das sollte man sich ganz dick unterstreichen. Denn für mich ist Musik mehr als eine CD mit 12-20 Tracks drauf. Musik begleitet mich über den gesamten Tag, egal welche Laune ich habe und genau dieses Gefühl muss wieder bei den Käufern hervorgerufen werden. Das das nicht einfach ist, das ist selbsterklärend, hat aber auch keiner behauptet.

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EMI – Kopf hoch!:

Bereits in der letzten Ausgabe hatten wir über das Label EMI Music geschrieben. Milliardenverluste mussten präsentiert werden und wenn bis Juni kein frisches Kapital an Land gezogen werden kann, muss man mit einem Verkauf rechnen. Nun sollten auch noch die berühmten Abbey-Road-Studios in London verkauft werden. Glücklicherweise wurde dies aber nicht umgesetzt. Die Beatles können also wieder ausatmen. Es geht aber direkt weiter. Aufgrund der misslichen Lage, meiden viele Künstler das Label. Wie die Financial Times berichtet, warnen Agenten und Anwälte ihren Schützlingen bei EMI Music zu unterschreiben. Momentan ist noch keine sicht auf Besserung da und es liegt nun an der EMI zu beweisen, dass sie Künstler gewinnbringend auf den Markt bringen können. Ich hoffe, dass dies geschafft wird.

Das dies möglich sei kann, beschreibt Jürgen Rösch auf dem M-Blog sehr schön. Man darf das digitale Zeitalter nicht verteufeln, sondern muss z.B. die sinkenden Distributionskosten für sich nutzen und alle möglichen Kanäle testen und optimieren. Es ist möglich und deswegen –> EMI: Kopf hoch!

© bluefeeling / Pixelio.de

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