News aus der Musikbranche #9 u.a. Apple bald mit Musik zum Festpreis?

In letzter Zeit gab es einige interessante Themen aus dem Bereich der Musikindustrie. Grund genug die 9.Ausgabe „News aus der Musikbranche“ auf euch loszulassen. Heute geht es um Apple, die an einem Flatrate Modell für Musik arbeiten, Musikalben, die nur noch für ca. 1€ verkauft werden sollen und vieles mehr. Ich wünsche viel Spaß!

Apple plant Musik-Abo-Dienst (zum Artikel + zum Spotify Artikel)

Steve Jobs war noch nie ein großer Freund von Abo Diensten und hielt von diesem Geschäftsmodell wenig. Die aktuellen Entwicklungen ließen Apple nun wohl doch umdenken. Denn Google arbeitet aktuell an einem eigenen Musikdienst und der europäische Konkurrent Spotify möchte in die USA expandieren. Die New York Post berichtet nun, dass Apple in Gesprächen mit der Musikbranche ist. Von diesem Kuchen möchte man schließlich auch etwas abhaben. Außerdem versucht Apple aktuell die Expansion von Spotify zu verhindern, in dem sie den Labels versuchen klar zu machen, dass dieser Service geschäftsschädigend sei. Absoluter Schwachsinn wie ich finde aber der Markt ist hart umkämpft und da wird wohl auch zu solchen Mitteln gegriffen. Traurig!

Quo Vadis MTV? (zum Artikel)

Wie wir ja bereits in der letzten Ausgabe berichtet haben, wird der Musiksender MTV ab Januar 2011 nur noch im Pay-TV zu empfangen sein. Die Financial Times Deutschland hat nun auch darüber berichtet und sieht das eher als Chance (auch für viele andere Sender) als eine Niederlage. Man könne damit das Programm seiner Zielgruppe besser anpassen und ist nicht so abhängig von den Werbeeinnahmen. Das mag alles sein, dennoch ist der Sender selber schuld, dass er in den vergangenen Jahren immer mehr in Verruf gekommen ist.

Experiment Musik-Streaming-Plattform gescheitert (zum Artikel)

Es gibt nur 2 deutsche Dienste, die das kostenfreie und legale Streamen von kommerzieller Musik anbieten. Diese Aussage muss ich gleich revidieren, da der Dienst „Steereo“ ab sofort nicht mehr verfügbar ist. Die Holtzbrink Gruppe (u.a. auch StudiVZ) hat den Dienst eingestampft aufgrund „zeit- und kostenaufwendiger Verhandlungen mit Plattenfirmen und Rechteverwertern„. Wer hätte es gedacht … Immerhin ist nun eine Fusion von Steereo & Simfy geplant, so dass die Nutzer dieser Dienste nicht komplett leer ausgehen müssen. Dennoch ist das freie Streamen von kommerzieller Musik weiterhin ein Dorn im Auge der Musikbranche und so wird sich zeigen ob Simfy überleben kann. Es wäre dem Dienst zu wünschen.

Musikalben dürfen maximal 1£ kosten (zum Artikel)

Zum Schluss möchte ich über eine relativ verrückte Idee schreiben, die von Rob Dickins, langjähriger Mitarbeiter bei Universal Music, kommt. Er schlägt vor, Alben für 1 britischen Pfund zu verkaufen um damit der Piraterie entgegenzuwirken. So will er durch die niedrigen Preise Impulskäufe erhöhren, da sich die Konsumenten kaum noch Gedanken machen ob sie sich das Album für diesen niedrigen Preis kaufen wollen. Die große Anzahl der Käufe, könnte dann den niedrigen Preis dann relativieren. Diese Idee wurde natürlich direkt von der Musikbranche abgeschmettert und auch ich halte nur bedingt etwas davon. Ich bin immer noch der festen Meinung, dass Qualität zusammen mit interessanten und neuen Geschäftsmodellen langfristig siegen wird. Aber auch dann wird es weiterhin Piraterie geben.

©Albrecht E. Arnold / Pixelio.de

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: » J.D.: “Alben-Preise müssen auf 1,14 Euro sinken” JD's Rap Blog

Schreib einen Kommentar