News aus der Musikbranche #8 u.a. Sony kooperiert mit Yavido

Es gibt wieder eine Menge neuer News aus der Musikbranche und selbstverständlich teile ich mit euch diese interessanten Artikel. Gerne dürft ihr mir auch Links per Mail zukommen lassen. Heute geht es u.a. über eine Kooperation zwischen Sony & Yavido oder auch einem Finanzierungsmodell für Künstler, die sich ihr Album von den Fans zahlen lassen können.

Sony Music kooperiert mit Yavido

Yavido ist einer der wenigen Musiksender, die wirklich noch Musik spielen anstatt amerikanische Reality-Soaps zu versenden. Der Sender ist sowohl über Satellit als auch über das Internet zu empfangen bzw. anzuschauen. Und genau hier setzt das hybride Fernsehen an. Das was? Hybrid Broadcast Broadband TV kurz HBBTV ist momentan in aller Munde und soll TV und Internet verbinden. Denkbar wäre es z.B. beim Yavido schauen, direkt über den TV ins Internet zu gehen und sich den Song zu kaufen. Sony Music & Yavido haben nun genau so einen Vertrag geschlossen um neue Vertriebswege aufzubauen. Definitiv eine interessante Geschichte und in wenigen Jahren sicherlich ein fester Standard in den Wohnzimmern.

Universal Music will Marktführerschaft weiter ausbauen

“Das heißt, unseren Erfolg fortführen und unsere Marktposition noch weiter ausbauen“, sprach Frank Briegmann, Präsident von Universal Music Deutschland bei der Jahrestagung des Unternehmens in Berlin. Universal Music steht unangefochten an vorderster Front was die Chartsanteile betrifft. Über 50% Marktanteil bei den Singles und über 40% bei den Alben kann das Unternehen vorweisen. Das nenn ich mal eine ordentliche Quote. Diese soll bis zum Weihnachtsgeschäft weiter angehoben werden. Mit Künstlern wie Unheilig, Lena oder auch Justin Bieber könnte das gut gelingen.

Labels haben eine Zukunft!?

Einige Vertreter der Musikindustrie sehen weiterhin eine Zukunft für die klassischen Labels. Zwar hat sich die Musikindustrie gewandelt und auch das produzieren von Musik ist ihrer Meinung nach einfacher geworden, ohne Labels kann es aber auch in Zukunft nicht funktionieren. Heutzutage suchen sich nicht die Labels die Künstler aus, sondern die Künstler wählen das Label ihrer Wahl. So fungieren die Labels als Vermarkter und Finanzer. Ob das tatsächlich so ist, kann man aus der Ferne schwer sagen, dennoch sind diese Aussagen einleuchtend.

Fans bezahlen die Musikproduktion des Künstlers

Normalerweise zahlt ein Label die Kosten, die bei einer Produktion eines Albums anfallen. Nicht so bei Sellaband, einem Start-Up Unternehmen, das Künstlern die Möglichkeit bietet sich die Kosten von musikinteressierten Menschen bezahlen zu lassen. Hier wird eine Nähe zum Fan geschaffen und gerade Künstler, die keine Chance bei den großen Labels haben, sehen bei Sellaband ihre Chance. Zu dem Thema habe ich einen interessanten Artikel über eine holländische Sängerin gelesen, die genau über diesen Weg ihr Album veröffentlichen konnte. Sicherlich funktioniert das nicht immer aber schön, dass diese Art der Finanzierung auch klappen kann. Die zahlenden „Fans“ bekommen als Gegenleistung das Album und manchmal auch eine Umsatzbeteiligung.

Die Berlin Music Week: Ein Resumee

Leider konnte ich nicht bei der Berlin Music Week dabei sein aber wenn man sich durch viele Artikel liest, dann hat man zumindest inhaltlich nicht allzuviel verpasst. So wurde viel über Regulierungen / Restriktionen / Gesetzesverschärfungen gesprochen … wieder mal. Das hat auch die Zeit in einem kritischen Artikel bemerkt, genauso wie ein etwas zynischer, aber dennoch starker Artikel auf Freitag.de. Die Artikel lohnen sich auf jeden Fall und regen zum Nachdenken an, aber das Umdenken muss ganzheitlich geschehen und kann nicht nur vom Musik Liebhaber kommen. Hoffen wir weiter, dass die Musikindustrie irgendwann grundlegend revolutioniert wird. Dazu gehört mehr als ein Workshop aber wo eine Leidenschaft, da auch ein Wille.

© Daniel Labs / Pixelio.de

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