News aus der Musikbranche #19 u.a. Der Verkauf von Warner Music

Die Musikbranche ist und bleibt ein Feld das mich persönlich sehr interessiert und begeistert. Ich möchte euch daran teilhaben lassen und berichte deswegen in unregelmäßigen Abständen über interessante,spannende aber auch bedenkliche Neuigkeiten der Branche. Auch dieses Mal habe ich wieder einiges für euch zusammengefasst. Über das „liken“ bzw. „tweeten“ dieses Artikels würde ich mich übrigens sehr freuen.

Warner Music für 3,3 Milliarden US-Dollar verkauft (zum Artikel)

Nachdem sich Warner Music selber zum Kauf angeboten hat, wurde man sich nun mit einem Käufer einig. Dabei handelt es sich um die Beteiligungsgesellschaft Access Industries eines russischen Milliardärs. Damit ist das Label vorerst gerettet, wobei auch im vergangenen Quartal ordentlich Miese gemacht wurde. Zwar stieg der Umsatzt aber die Verluste lagen trotzdem über 30 Millionen US-Dollar. Weiter steht die Fusion mit der EMI im Raum. Das dürfte aber das Kartellamt mächtig stören und so werden wir interessiert abwarten wie es zwischen den „Big 4“ weiter geht.

Kauf einer Konzertkarte = Album als Geschenk oben drauf (zum Artikel)

Das Konzept ist nicht neu aber schön zu wissen, dass sich der ein oder andere Künstler immer mal wieder dafür einsetzt. So hat Clueso laut Artikel hart dafür gekämpft, seine CD kostenlos anbieten zu dürfen. Einzige Voraussetzung ist der Kauf einer Konzertkarte. Damit will er die Bindung zu den Fans stärken und den illegalen Downloads entgegenwirken. Ein mutiger Schritt, der sicherlich nicht der rentabelste ist aber mutige Entscheidungen braucht die Musikindustrie allemal. Von daher Daumen hoch!

Musikblogs als Marketinginstrument (zum Artikel)

Bloggerkollege Alohastone hat einen interessanten Beitrag zum Thema Musikblogs und deren Marketingwirkung geschrieben. Außerdem geht es um Wertschätzung von Musik oder das Verhalten von großen Labels gegenüber Online-Medien. Es wird sogar die These aufgestellt, dass erst ein kompletter Zusammenbruch der Musikindustrie zum erhofften Umdenken führen wird. So weit würde ich zwar nicht gehen aber zu Zeiten, in denen TV- und Print-Werbung immer mehr an Einfluss verliert sollte man sich überlegen inwieweit eine Zusammenarbeit mit Blogs/Webseiten langfristig Sinn macht. Ich erhalte auch seit einiger Zeit vermehrt Anfragen von Agenturen, so dass der Trend auf jeden Fall schonmal in die richtige Richtung geht.

Google startet offiziell neuen Musikdienst (zum Artikel | weiterer Artikel)

Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet aber ab sofort wurde aus einer Idee ein reales Produkt (erstmal nur für Menschen aus der US and A). Google startet seinen eigenen Musikdienst wobei das etwas übertrieben ist. Denn im Endeffekt ist Google Music eine „Online-Festplatte“, auf die bis zu 20.000 Songs kostenlos hochgeladen werden können um sie dann von überall abrufen zu können. Auf Android Handys geht das dann auch auf dem Weg zur Schule. Ansich eine nette Idee aber ein erneuter Download ist nicht möglich und auf einen bereits bestehenden Musikkatalog kann auch nicht zugegriffen werden. Da finde ich das Angebot von Amazon (wir berichteten), mit der Integration des Onlinestores, gelungener. Wer keine Lust hat seine Musik komplett hochzuladen der sollte ohnehin direkt auf Simfy zurückgreifen. Da es aber aktuell nur eine Beta Version ist, kann davon ausgegangen werden, dass Google den Dienst noch erweitern wird.

Popkomm 2011 bietet Plattform zum Thema digitales Musikgeschäft (zum Artikel)

Wie Musikmarkt berichtet, wird auf der Popkomm erstmalig ein separates Panel eingerichtet zum Thema digitales Musikgeschäft. „Media Gate“ nennt sich das und so soll im September über neue Vertriebsmodelle, Social Media, Mobile oder aber auch Cloud-Streaming gesprochen und diskuttiert werden. Wird auch langsam Zeit, dass man sich ernsthaft damit beschäftigt wie man das Internet für sich nutzen kann ohne jedoch den Groll der User auf sich zu ziehen. Klar ist aber, dass ein tolles Geschäftsmodell nicht funktionieren wird wenn die Unternehmen vermehrt „Open-minded“ werden. Das wird meiner Meinung nach in Zukunft entscheidend sein.

Photo: Copyright by Rapresent.me

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